MEIN KIND SCHNARCHT

 

Schnarchen und Hörstörungen sind häufige Symptome im Kindesalter. Welche Hintergründe das hat und wie Eltern damit umgehen können, erklärt Dr. Kurzweg.

 Wer kennt das nicht? In der Kita geht mal wieder „was um“. Und schon liegt die Familie flach. Schnell ist das ein Ausgangspunkt für unnötiges Kinderleiden. Denn: Kommt es durch häufige Infekte zu einer übersteigerten Bildung von lymphatischen Gewebe im NRR (sogenannte kindliche Polypen oder Adenoide), wird die Belüftung des Mittelohres behindert. Als Folge entstehen Flüssigkeitsansammlungen im Mittelohr, die die Schallübertragung behindern.

Die Symptome

Hörstörungen werden bei jungen Kindern in der Regel als Sprachentwicklungsstörungen klinisch bemerkt. Kinder können, wenn sie nicht gut hören, Worte nicht korrekt aussprechen und hängen in der Entwicklung hinter gleichaltrigen Kindern zurück. Eltern bemerkten auch, dass die Kinder auf Ansprache nicht adäquat reagieren. Durch die Adenoide kann es auch zu Atemaussetzern beim Schlafen kommen. Eltern beobachten häufig einen offenen Mund bei ihren Kindern, da sie aufgrund der Gewebeansammlung im Nasenrachen keine Luft durch die Nase bekommen. Unspezifischer sind als klinische Zeichen Infektneigung und Husten anzusehen.

 

Behandlung

Obwohl kurzzeitige Störungen durchaus normal sind und toleriert werden können, sollten Eltern aufmerksam sein und die Kinder HNO-fachärztlich begleiten lassen, um herauszufinden, ob eine Behandlung (zum Beispiel durch Polypenentfernung gegebenenfalls auch mit Paukenröhrchen) erforderlich sein könnte. Selten ist auch eine Verkleinerung der Gaumenmandeln (Tonsillotomie) erforderlich. Sowohl die konservative Begleitung von Kind und Eltern sowie auch die – meist ambulanten – operativen Therapien übernehmen wir gerne.

Johannes Buzasi